2. Auflage der „UHER-Geschichte“ erscheint

09. März 2019

Zu meiner Freude erscheint eine zweite Auflage des – damals bald vergriffenen – Buchs „Die Geschichte der UHER-Werke München“. Gerne übernehme ich die Informationen aus dem Bandmaschinen-Forum:


Ankündigung

Ab Woche 14/2019 lieferbar: Die 2. Auflage des Buches „Die Geschichte der UHER-Werke München“

Die Geschichte der UHER-Werke München

Nach 11 Jahren wird es eine 2. Auflage des Buches geben. Die ersten Exemplare werden voraussichtlich ab KW14/2019 verfügbar sein. Das Format ist unverändert DIN A4 mit Fadenbindung und Hardcover, es umfasst inzwischen 256 Seiten. Die 2. Auflage ist auf 300 Exemplare beschränkt.

Inhaltlich wurden der geschichtliche sowie technische Teil von Peter Remmers und Andreas Flader überarbeitet. Ebenfalls der Tabellenteil wurde aktualisiert und ergänzt

2. Auflage

Der Verkaufspreis beträgt 34,90 € zuzüglich Versand und Verpackung. Für den Versand als DHL Paket entstehen innerhalb von Deutschland 6,- € zusätzliche Kosten. Weitere Länder gerne auf Anfrage!

Das Buch wird aktuell nur über den Herausgeber vertrieben.

Bestellungen richten Sie bitte nur an andreas.flader@arcor.de. Nach Rechnungsstellung per Mail überweisen Sie bitte auf das angegebene Bankkonto per Vorkasse. In der Regel werde ich spätestens 4 Werktage nach Zahlungseingang das Buch mit Angabe der Sendungsnummer verschicken.

Bitte haben Sie in den ersten Wochen nach Erscheinen des Buches Verständnis mit einer leicht verzögerten Versandabwicklung.

Andreas Flader

„Museumsstück“ UHER Report beim Bayerischen Rundfunk

05. März 2019

Ein „Kollege“ hat im Bandmaschinen-Forum auf ein Foto des Redaktionsteams des Hörfunksenders Bayern 1 aufmerksam gemacht. Er hat genau hingeschaut und in der Vitrine am rechten Rand etwas entdeckt, was mich besonders freut: Ein UHER Report!

(Aussschnitt; Urheberrecht wie Original)

In der Tat gehörte auch der Bayerische Rundfunk zu unseren Kunden, und in den 1960er/70er Jahren dürfte so manche Reportage des BR mit einem UHER Report aufgezeichnet worden sein. Das Report – einfach eine Legende.

P. S. Ein weiteres Forumsmitglied sandte Beweisfotos, dass der BR tatsächlich Reports einsetzte. Hier eines davon:

(Quelle: Andreas B.)

Bunter Hund

19. Oktober 2018

Nicht schlecht gestaunt habe ich, als ich heute ein großes A4-Kuvert mit dem Absender Stadt Emden in meiner Post fand. Ich habe überlegt: Ich mag die Nordseeküste sehr, war auch schon in Emden, habe dort aber keine Spuren hinterlassen, die Anlass zum Versand von Reiseprospekten geben könnten, und auch jede noch so schlimme Verkehrssünde dort wäre längst verjährt. Neugierig habe ich also den Umschlag geöffnet – und wer beschreibt mein Erstaunen, als ich Prospekte für UHER-Lehranlagen in Händen hielt! Im freundlichen Begleitschreiben meinte der Absender, sie seien ihm bei der Durchsicht alter Akten in die Hände gefallen und könnten vielleicht von Interesse für mich sein. Sie sind. Nach der langen Zeit bin ich neugierig, einmal wieder Informationen über unsere Lehranlagen zu lesen, von denen man verständlicherweise kaum noch hört, und nicht zuletzt könnten sie mir helfen, Lücken im Abschnitt „Sprachlehranlagen“ des Wikipedia-Artikels über UHER zu füllen.

Aus einem weiteren Grund habe ich aber auch noch gestaunt, nämlich mit welcher Selbstverständlichkeit die Prospekte mir gesandt wurden. In Sachen UHER scheine ich den Bekanntheitsgrad eines bunten Hundes zu haben. Auch das freut mich. Meine Verbundenheit mit meinem früheren Arbeitgeber tue ich ja überall im Internet kund.

Vielen Dank, lieber Herr L., dass Sie an mich gedacht haben!

Um AW wird gebeten …

17. Oktober 2018

… und das nicht vergeblich. Vom „Stammtisch beim AW“ mit meinem ehemaligen Kollegen Günter S. habe ich bereits berichtet. „AW“, das ist der Alte Wirt in München Forstenried,  die dem ehemaligen UHER-Hauptwerk wohl nächstgelegene Gaststätte, die es damals schon gab. Immer wieder mussten wir unser drittes Treffen aus aktuellen und triftigen Gründen verschieben. Am 12. Oktober aber war es endlich soweit, und wir haben ein paar UHER-Sternstunden bei süffigem Bier, gutem Essen und vor allem ausgiebigem Ratschen „live“ miteinander verlebt. Von draußen lachte uns die Sonne eines diesmal wahrlich goldenen Oktobers an. Frau S.  – sie chauffierte ihren Mann die rund achtzig und mich die paar Kilometer zum Ziel unseres Sehnens – sagte ihrem Mann später, wir hätten beim Abholen sehr entspannt ausgesehen. Solche Entspannung wollen wir möglichst bald wiederholen. Dankeschön, Günter S., für unsere Treffen, inzwischen fast schon eine Tradition.

UHER-Besprechungen

28. August 2018

Ich liebe „UHER-Besprechungen“. Na ja, Besprechungen im herkömmlichen Sinne sind es nicht, aber es dreht sich um UHER, und gesprochen wird auch dabei: Meine Treffen mit ehemaligen UHER-Mitarbeitern und mit UHER-Fans.

Das erste seit langem kündigte sich schon im Januar 2014 an, als ich einen Anruf aus der Vergangenheit von Günter S. erhielt. Das dabei geplante Treffen fand dann im August 2014 im Alten Wirt in Forstenried statt. Wie viel hatten wir uns zu erzählen, über die gemeinsame Vergangenheit und über unser Ergehen seit damals bis jetzt! Wir verstanden uns sofort wieder, als sei die Zeit stehen geblieben, und der Gesprächsstoff reichte für ein weiteres Treffen mit Günter S. im Juli 2016 und wird uns bei einem dritten Termin im September 2018 bei unserem „Stammtisch beim AW“ nicht ausgehen. Und zwischendurch sind wir in regem E-Mail-Kontakt.

Von meinen Treffen im August 2017 und Juli 2018 beim Rabenwirt in Pullach am Isarhochufer mit zwei UHER-Fans habe ich bereits berichtet. Auch das waren sehr angenehme und interessante Gespräche.

Im August 2018, traf ich mich nun mit einem weiteren ehemaligen Kollegen, Peter H. Ihm gegenüber hatte ich immer ein etwas schlechtes Gewissen gehabt, musste er im Oktober 1980 doch von einem Tag auf den anderen völlig unvorbereitet meine Nachfolge antreten, als ich ganz plötzlich mein Ausscheiden bei UHER ankündigte, was mit den turbulenten Ereignissen vor der Schließung des Hauptwerks damals zusammenhing. Auch wir verstanden uns sofort wieder sehr gut, erinnerten uns an die vergangenen Zeiten und erzählten uns über die Zeit danach. Wenn alles klappt, werden wir uns 2019 mit einer Kollegin zusammen wiedersehen.

Das Bindeglied waren bei allen Treffen die UHER-Tonbandgeräte, ob beruflich oder als Hobby. Am meisten interessierten mich aber die Menschen, alle verschieden, alle sympathisch. So sind die „UHER-Besprechungen“ immer Sternstunden für mich. Danke an meine Gesprächspartner.

Hoch gelobt – und ertappt

15. August 2018

Sie werden seltener, die über UHER und das Report begeisterten E-Mails, aber immer wieder mal erreichen mich welche, so auch heute. Und mir altem Knaben geht halt immer noch das Herz auf, wenn jemand wie Harald E. schreibt, „Ich habe Ihren Internet-Auftritt regelrecht verschlungen“, und „Mit Ihnen oder unter Ihnen hätte ich auch gerne gearbeitet.“ Und er lobt „die universelle Einsatzfähigkeit und … das besondere Flair eines Report.“ Er schließt: „Sie haben uns Kunden viel Freude bereitet mit Ihren Geräten.“ Danke, Harald E.

Harald E. hat meinen Internetauftritt so gründlich gelesen, dass er sogar auf einen Fehler gestoßen ist (Klick vergrößert):

Heimlich, still und leise habe ich mein Gästebuch aus dem Hauptmenü verschwinden lassen. Das alte funktionierte nicht mehr, wurde auch vom Programmierer nicht mehr gepflegt. Ein geeignetes neues fand ich nicht, weshalb ich nur noch die alten Einträge zum Lesen bereitgestellt habe. Und mit dem Inkrafttreten der so beliebten Datenschutzgrundverordnung habe ich die auch entfernt. Dadurch ist die Kommunikation recht einseitig geworden. Aber man kann mir noch schreiben, und wenn es keine technischen Fragen sind, die ich nicht mehr beantworten kann, freue ich mich und antworte oft auch.

Den vergessenen Verweis aufs Gästebuch in der Karikaturen- und Foto-Seite habe ich nun auch gelöscht – noch mal danke, Harald E. – und bei dieser Gelegenheit meine Kontaktmöglichkeiten im Internetauftritt etwas um- und aufgeräumt.

08.2017 und 07.2018 und Isarhochufer und UHER

16. Juli 2018

Zerknirscht gestehe ich, mein UHER-Blog vernachlässigt zu haben. Allerdings habe ich dreieinhalb Jahrzehnte nach meinem UHER-Abschied auch nicht laufend UHER-Aktualitäten zu berichten. Schon vor knapp einem Jahr hätte ich aber einen Grund gehabt, und gestern gab es wieder einen.

Im August 2017 habe ich mich mit dem sicher schwer zu erratenden Mitautor der UHER-Geschichte Andreas F. (Datenschutz!) im nahen Vorort Pullach vor München auf der Terrasse des Rabenwirt getroffen. Das verlinkte Foto zeigt genau den herrlichen Ausblick, den man dort hat. Damals haben wir bei bestem Wetter viel gefachsimpelt. Schön war’s, und ich denke gerne daran zurück.

Schön war’s, wiederum bei Sonnenschein, auch gestern, am 15. Juli 2018. Stifter Wolfgang W. (Datenschutz!) meines ganz frühen UHER Report, das ich stolz als Teil meiner Vergangenheit in meinem Arbeitszimmer aufgestellt habe und täglich mal mehr, mal weniger bewusst betrachte, kam nach Süddeutschland. Er nahm die Fahrt von seinem nicht ganz nahen Ausgangsort auf sich, damit wir uns endlich mal persönlich begegnen konnten. Als Clou brachte er seine „Report Modifikation 4200IC/38“ mit, seine professionelle Hochrüstung eines serienmäßigen 4200 IC auf die Bandgeschwindigkeit 38 cm/s. Den Mann hätten wir früher bei UHER gebraucht! Ansonsten haben wir uns auch persönlich kennen gelernt. Beim allem beruflichen Einsatz und aller technischen Faszination war mir immer das Zwischenmenschliche wichtig – und ist es bis heute.

Es waren, hervorgerufen durch das gemeinsame Interesse an UHER, zwei bereichernde Tage für mich.

Spammer sind dämlich

30. Mai 2017

Eine Spam-Mail sollte genügen, um festzustellen, dass ein Blog geschützt ist, dass Mails unbekannter Absender also geprüft werden und Spam keine Chance hat, jemals veröffentlicht zu werden. Denselben Viagra-Quatsch etliche dutzend Male zu senden, zeigt mir nur: Spammer sind dämlich.

Und noch ein älteres UHER Report!

02. Dezember 2016

Mitte 2012 habe ich hier von der Suche nach dem ältesten UHER Report berichtet und als bisherigen Rekordhalter die Seriennummer 138 678 genannt. Die kurz danach mitgeteilte Nummer 138 067 war ein Ablesefehler, so dass die 138 678 ein Jahr lang Rekordhalter blieb. Ein Jahr später meldete Bandmaschinen-Forumsteilnehmer „cisumgolana“ dann die Seriennummer 138 222, die von da an konkurrenzlos blieb – bis jetzt. Ebenfalls „cisumgolana“ konnte jetzt stolz die Seriennummer 138 137 melden! „Das hat jetzt die
Krone des frühesten Report an sich gerissen“, schrieb er. Und die dürfte diesem Report wohl lange erhalten bleiben. Man bedenke: Das einhundertsiebenunddreißigste Report überhaupt, produziert 1961 – und wir schreiben das Jahr 2016! Gratulation, Wolfgang!

Trophäe

Ein UHER-Mitarbeiter von 1966 schreibt aus Australien

20. November 2016
Dieser Bericht erreichte mich als Kommentar zu einem anderen Beitrag. Ich finde, er hat einen einen eigenen Beitrag verdient.

20. November 2016
Sehr geehrter Herr Rapp,
Zuerst moechte ich mich vorstellen, mein Name ist Heiner Hofmann, ich bin ein 1943.ger Jahrgang und lebe nun in Australien seit Juli 1966, meiner zweiten Auswanderung zu diesem Land.
Meine erste Auswanderung war im Maerz 1963. Damals hatte ich mir mein erstes Uher 4000 gekauft. Ich wollte diese grossartige Reise nicht nur mit Fotos sondern auch mit „Ton“ dokumentieren
Nach zweieinhalb Jahren war das Heimweh nach Muenchen-Solln unaufhaltsam stark geworden.
Am heiligen Abend 1965 kam ich ueberraschend und unerwarted zum Weinachtsfest Zuhause an. Es war meine zweite Schiffsreise, die ueber Singapur nach Indien, durch den Suez Kanal nach Neapel, dann mit Zug nach Muenchen fuehrte.
Einige Tage nach Weihnachten suchte ich im Sendlinger Anzeiger nach einen Job. Da fand ich die Anzeige, UHER sucht Mitarbeiter. Ich meldete mich und so kam es dass ich am 7. Januar 1966 in der Barmsee Strasse meinen Job am „Fliessband“ angefangen hatte.
Ja, ich denke ich kann mich noch an Sie erinnern als ich damals vor 50 Jahren bei Uher beschaeftigt war.
Nach so langer Zeit habe ich die meisten Namen meiner damaligen Kollegen vergessen, doch ich erinnere mich noch gut an Frau Dietlein (?) die neben mir arbeitete und auch ihren Eheman Herrn Dietlein, der damals Leiter der Abteilung war (?)
Herr Dietlein hatte mir die Chance geboten, dass ich mich „hocharbeiten“ koennte. Und so wurde ich auf verschiedenen Stellen beim Zusammenbau vom Uher Report eingelernt.
Doch 2 Monate spaeter bekam ich von der Bundeswehr per Einschreiben meinen Einberufungs Befehl, das hatte meine Zukunftsplaene total zerstoert. Mir blieb keine andere Wahl, ich musste meinen guten Job bald wieder aufgeben. Herr Dietlein war sehr enttaeuscht als ich ihm davon berichten musste.
Doch ich liess mich nicht von der Bundeswehr einfangen, eiligst hatte ich dann eine Schiffsreise zurueck nach Australien gebucht.
Und wieder hatte ich mir ein zweites UHER 4000 delux vor der Abreise gekauft, da ich mein erstes Geraet in Sydney durch Einbruch+Diebstahl im Auto verloren hatte.
Am Tag meines Einberufungs Datums war ich bereits auf halben Weg meiner Schiffsreise, gerade im Transit vom Panama Kanal nach Sydney unterwegs,
Muss zugeben, ich hatte lange Zeit Bange dass ich vielleicht gesucht werde weil ich dem Befehl nicht Folge geleistet hatte.

Nun aber der Grund meines Schreibens. Ich habe mich riesig gefreut Ihre webseite am Internet zu finden und deshalb moechte Ihnen vielmals fuer Ihre Arbeit und Muehe danken, diese Blogseite und die gesammte Auswertung Ihrer UHER – Erinnerungen zu veroeffentlichen.
Lange Zeit bedauerte ich, dass ich damals nicht bei Uher bleiben konnte doch mein Schiksal wollte es anders. Ich hatte nie vor „fuer immer“ in Australien zu bleiben, doch man „verwurzelt“ sich mit der Zeit mehr und mehr, man heiratet, dann kommen Kinder, bevor man es merkt kommt man schon ins Renten Alter. Uns gehts nicht schlecht, wir haben ein geruhsames Leben, die Kinder sind alle verheirated, wir haben bereits 7 Enkel Kinder. Doch das Heimweh kommt immer wieder ein wenig vorbei. Besonders um die Weihnachtszeit. Es geht leider vielen so, aber manche wollen es nicht zugeben.

Wir wohnen in einem grossem „Dorf“ in der Naehe von Toronto in Neu-Sued Wales, (gleichnamig wie Toronto in Canada) Das liegt ca. 30 km sued-westlich von Newcastle an der Pazifischen Ostkueste.

Nun moechten wir Sie und ihre Familie recht herzlich gruessen aus dem fernen Australien.
Heiner Hofmann mit meinerFrau Erika Liane